Brotaktion mit der Klasse 9b am 2.11.2011 ins Lepradorf Abou Zabaal
Viele fleißige Mitglieder des Sozialkomitees sortierten am 1.11. 2011 ca. 1200 Päckchen, die von den Schülern mitgebracht wurden. Auch Tee, Seife, Kleidung, verpackten sie. Dank Spenden vom Hegel Gymnasium Stuttgart, vom Lise Meitner Gymnasium Falkensee und ehemaligen Kollegen konnten wir für alle Insassen Handtücher besorgen, die dringend benötigt wurden.
Am nächsten morgen luden die Schüler/innen den Bus ein und in fröhlicher Stimmung, aber auch mit Skepsis fuhren wir die ca. 80 km Richtung Belbeis in die Wüste. In der Frauenabteilung wurden wir schon mit Freude empfangen, das Verteilen verlief reibungslos, auch wenn einige Schüler etwas verängstig auf die doch teilweise recht entstellten Frauen reagierten.
Raed meinte:" Eigentlich war ich interessiert ins Lepradorf zu fahren, weil es eine neue Erfahrung für mich ist. Als ich den Frauen die Tüten überreichte, freuten sie sich und trillerten zu unserem Empfang.
Farida: Mit Aufregung fuhr ich mit, um den Menschen eine Freude zu machen. Es war schön ihre Freude zu erleben und ich hatte keine Angst, obwohl vielen Leuten Glieder fehlten und sie entstellte Gesichter hatten.
Amina: Obwohl wir vorher informiert wurden, hatte ich Angst diesen Menschen zu begegnen. Doch dann war es nicht so schlimm, da uns alle freundlich empfingen und die Freude über unsere Geschenke groß war.
Sarah: Ich hatte auch Bedenken, trotzdem bin ich mitgefahren. Auch in meiner Familie hat man Vorurteile. Trotz meiner Angst bin ich froh, dass ich diese Erfahrung gemacht habe.
Auch in der Männerabteilung und in den Krankenabteilungen ließen wir unsere Päckchen. Besonders nett war es im Kindergarten, wo ca.180 Kleine bis 6 Jahren unterrichtet werden. Mit Klatschen und Gesang bedankten sich die Kinder für unseren Besuch.
Seit vielen Jahren fahren wir bereits in Lepradorf, so ist es schon fast eine Tradition geworden.
Danke an alle Helfer und Spender, die es ermöglichten , diesen Menschen weitab von Kairo eine kleine Abwechslung zu bieten.
Hanna Hartmann
Sozialkomitee














