Austausch Wichernschule Hamburg 15. - 28. 9. 2005
Mit flottem Schuh auf den Mosesberg 2005
Nicht gleich wie zu Hause, aber daheim haben wir uns schon gefühlt, als uns die lieben Gastgeber aus der 9ten Klasse von Lehrer F. Behrhorst an einem Septemberabend am Flughafen Kairo in Empfang genommen haben: Gegenbesuch aus Hamburg, Lehrer U. Seifert und S. Zörnig als Supervisoren, ansonsten pflegeleichte Neuntklässler viel unter sich, ohne Frage ein Experiment, und: Es ist gelungen!
Interkultureller Austausch auf unkomplizierte Art, Abbau von Vorurteilen und kennen lernen, dass manche Konsumgewohnheiten in Hamburg so anders nicht sind als im Nildelta - wenn denn die Umstände Bowling, Kino, Freizeitpark oder einen Ausflug ans Rote Meer erlauben.
Mit Charme und Improvisation haben uns F. Behrhorst und die DEO-Familien ein fantastisches Programm zugeschnitten,das den Alltag ebenso gezeigt hat wie touristische Höhepunkte: Die Zeit fürchtet nur die Pyramiden? Ohne Angst, aber - zugegeben - mit Ehrfurcht haben wir uns den monumentalen Bauten genähert, die gigantischen Quader bestaunt wie auch die Holzbarke für die Fahrt des Pharaos über den Fluss des Todes.
Weniger gruselig, dafür ganz und gar erfolgreich hat sich unsere Exkursion auf den Sinai gestaltet mit einem sportiven Programm bei schweißtreibender Gluthitze. Ein Fußballspiel in der Wüste wurde gar von den Hamburgern gewonnen, und den Aufstieg zwischen Abhängen und Kamelen auf den Mosesberg haben auch alle geschafft!Als die ersten Sonnenstrahlen den Sinai in ein feuriges Rot gefärbt haben, da sind die Schüler-Herzen höher geschlagen. "Hierher komme ich zurück", hat mancher als Vorsatz formuliert, freilich auch: "Den Sonnenaufgang hätten wir auch von unten bestaunen können, wozu also die Schinderei?" Oder:"Wir durften Herrn Behrhorst an der Gruppenspitze nicht überholen,gemein, dabei hätte ich schneller laufen können!" Wer sich nicht quält, kommt nicht aufs Siegertreppchen:
Wir haben uns als Gewinner fühlen dürfen, reich beschenkt und voller neuer Eindrücke, zu denen auch die Brotaktion für die psychisch kranken Menschen gezählt hat, eine DEO-Aktion, die wir gern mitgestaltet haben. Am Ende der viel zu schnell vorbei gehuschten Reise waren sich alle einig:
Der Austausch geht weiter, hier sind Bekanntschaften gewachsen und über Anfangsschwierigkeiten hinweg gefestigt worden,welche die Welt ein kleines bisschen näher zusammen gerückt haben.
Ein solcher Austausch sollte nicht nur online weiter gehen, das wünschen sich die Hamburger Freunde von der Elbe-Wasserkante.
DANKE für alles!
Stephan Zörnig
Fotos: Stefan Zörnig, Peter Frank


















