Deutscher Popstar besucht die DEODeutscher Popstar besucht die DEO

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Deutsche Evangelische Oberschule Kairo

Adel el-Tawil: ein deutscher Popstar besucht die DEO



An einem normalen Schultag Anfang November erfuhr die Klasse 9a von ihrem Deutschlehrer, dass sie am Dienstag, dem 9.11.2010, Besuch aus Deutschland bekommen würde. Adel el-Tawil, ein berühmter Popsänger aus Berlin, war in Kairo und wollte einer Klasse der DEO einen Besuch abstatten. Die meisten hatten keine Ahnung, wer er war, und zeigten aus diesem Grunde kaum Interesse für den Gast Die Klasse wurde jedoch neugierig und stellte die Frage, wer der Mann eigentlich sei.

Als es soweit war, wollte die Klasse ihren Augen nicht trauen. Adel el-Tawil kam mit einer Horde von kreischenden Fans hinter sich und zwei Lehrern zum Zimmer der Klasse. Als er endlich im Raum war, stellte er sich zunächst erst einmal vor und erzählte einiges von seinem Leben. Er wurde als ältestes von drei Kindern in Berlin-Spandau geboren. Sein Vater Salah ist Ägypter und seine Mutter Fatima Tunesierin. Außerdem erzählte er der Klasse von seiner Gesangskarriere! Er erwähnte auch mehrmals, dass keiner sein Abitur abbrechen sollte, wie er es damals getan hat, denn man weiß ja, dass jeder Mensch bestimmte Abschlüsse benötigt. Ende der 90er Jahre war Adel als Kane (Künstlername) Mitglied einer sogenannten Boysband namens „The Boyz“. Doch diese blieb nicht sehr lange zusammen. Im Alter von 21 stand Adel plötzlich ohne Geld da und war gezwungen, von vorn anzufangen. Es kostete ihn viel Arbeit, um wieder auf die Beine zu kommen und einen neuen Plattenvertrag zu ergattern. Viele Jahre arbeitete er hart, bis er 2004 gemeinsam mit Anette Humpe das Duo „Ich+Ich“ bildete. Außerdem blieb Adel ein Solosänger.

Das Ambiente im Klassenzimmer war sagenhaft. Adel begeisterte uns mit seiner Stimme und seinem lockeren Stil. Wir konnten es nicht fassen, dass er so bodenständig war, und zeigten ihm deshalb viel Respekt.

Der Grund seines Besuches war anfangs schwer zu erraten. Schließlich verriet er der Klasse, weshalb er gekommen war. Adel schreibt gemeinsam mit einem Journalisten ein Buch über Migranten in Deutschland. Er interessiert sich dafür, wie sich Migranten fühlen und wie sie sich der Kultur Deutschlands anpassen. Er stellte der Klasse Fragen, wie sich Migranten in Ägypten fühlen. Bei einem Blick in die Klasse wurde der Popsänger enttäuscht, denn viele Deutsche waren nicht in der Klasse zu sehen. Jedoch hat er das Beste daraus gemacht. Er stellte den Schülern Fragen, wie es für sie sei, an einer deutschen Schule in Ägypten zu sein, ob sie einen Unterschied in der Art und Weise zu denken sähen. Adel hörte mit großem Interesse zu. Da sich alle sehr wohl in seiner Anwesenheit fühlten, beantworteten sie die Fragen mit Leichtigkeit. Viele Fotos wurden an diesem Tag geschossen – als Erinnerung für seine neuen Fans. Als es für Adel Zeit war zu gehen, ließen wir ihn ungern ziehen. Wir wollten noch mehr Geschichten hören, noch mehr singen – doch nach etwa einer Stunde war alles zu Ende.

Nach dieser Begegnung hatte Adel ein hohes Ansehen und großen Respekt in unserer Klasse gewonnen. Uns wurde bewusst, dass wir im Leben offener sein müssen und auch Interesse für Dinge zeigen sollten, von denen man keine Ahnung hat! ADEL MACH WEITER SO!      

Jessica Ashba, 9a


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