Erdkunde

„Die gefährlichste Weltanschauung ist die, die die Welt nicht angeschaut hat.“
Alexander von Humboldt

 

 

Zum Verständnis unserer komplexen Welt ist eine ganzheitliche Betrachtungsweise notwendig, um die Vernetzung von Natur, Ökologie, Ökonomie, von sozialen, politischen und kulturellen Bedingungen aufzuzeigen und das Zusammenwirken Raum prägender Faktoren und Prozesse zu erkennen. Der Erdkundeunterricht vermittelt, entwickelt und fördert unter Berücksichtigung regionaler Besonderheiten, diese notwendigen Kenntnisse, Kompetenzen und Einstellungen. Der Erdkundeunterricht fördert topographisches Orientierungswissen und Kenntnis räumlicher Ordnungsraster zur Standortbestimmung, zur Orientierung auf der Erde und zur Einordnung geographischer Objekte. Außerdem fördert er Kenntnis und Verständnis unterschiedlicher Raumwahrnehmung und Raumbewertung, um Räume und Probleme multiperspektivisch zu sehen und analysieren zu können.

Die Schülerinnen und Schüler erlangen, immer im Vergleich zu den Bedingungen in Ägypten, Kenntnisse von natürlichen und kulturellen Gegebenheiten in verschiedenen Regionen der Erde, um diese zu charakterisieren, und erhalten dadurch ein ganzheitliches Verständnis von Lebensräumen. Sie erlangen Kenntnis und Verständnis von grundlegenden physisch-geographischen und geologischen Prozessen auf der Erde sowie von kosmologischen Erscheinungen.

Dies alles ist notwendig, damit die gegenwärtig junge und erwachsene Generation die Herausforderungen unserer Zeit – Bevölkerungsdynamik, ethnische Konflikte, zunehmende Globalisierung, sich verschärfende globale Disparitäten, Migration, Umweltprobleme, Verschwendung von Ressourcen u.v.m. –verstehen und mit Engagement lösen kann.

 

Quelle: Der  vorliegende Text entstammt in Auszügen und abgewandelt dem Kerncurriculum für das Fach Erdkunde in der Sekundarstufe I der Deutschen Evangelischen Oberstufe Kairo und orientiert sich am Lehrplan des Landes Thüringen für den Erwerb der allgemeinen Hochschulreife Stand 2012.