GRUNDSATZVEREINABRUNGEN DER FACHSCHAFT SPORT

(Stand: Februar 2018)

                                                                       ZIELE

Sportunterricht hat an der DEO einen hohen Stellenwert. Wie kaum eine andere Schule in Kairo sind wir ausgestattet mit Sportstätten – einem Schwimmbecken, zwei Sporthallen, drei Sportplätzen - und Geräten. Unsere qualifizierten Sportlehrkräfte sind zumeist an deutschen Universitäten ausgebildet und bilden sich stets weiter. Dazu bieten wir auch interne Fortbildungen an. Und neue Kolleginnen und Kollegen aus Deutschland bringen immer wieder neue Ideen ins Sportkollegium, die wir dann untereinander weitergeben.

Neben den beiden Großveranstaltungen „Klaus-Heller-Lauf“ und „Pyramidenlauf“ werden regelmäßig Wettbewerbe ausgerichtet. Auch nehmen unsere Schülerinnen und Schüler gerne an externen Sportwettbewerben teil. Dazu stehen wir immer wieder im Austausch mit anderen Schulen.

Um dauerhaft dieses hohe Niveau zu sichern, hat die Fachschaft Sport sich auf folgende Verpflichtungen für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler und Eltern festgelegt:

Motivieren zu lebenslangem Sport

Übergeordnetes Ziel des Sportunterrichts ist es, zu lebenslangem Sport zu motivieren. Die Schülerinnen und Schüler sollen dabei unterstützt werden, den positiven Stellenwert von Sport für Körper und Seele für sich selbst zu entdecken und eigene Vorstellungen zu entwickeln, wie sie das in ihrem Leben umsetzen können.

Freude an der Bewegung abrufen, entdecken, entwickeln

Ein großer Motor für lebenslanges Sporttreiben ist die Freude an der Bewegung und am Spiel. Im Sportunterricht soll sich daher dieser Aspekt widerspiegeln. Den Schülerinnen und Schülern soll bewusst gemacht werden, welche Faktoren die Freude fördern bzw. hemmen.

Zusammenhänge herstellen

Zum Körper:

    •       Muskeln: Ansatz/Ursprung – Kräftigen, Dehnen; Zerrungen, (Faser)Risse, Muskelkater

    •       Gelenke: Bewegungsspielraum durch Vorgabe der Art des Gelenks, Zusammenspiel zwischen Muskel und Gelenk

    •       Kreislauf: aerobe und anaerobe Energiebereitstellung, Blutdruck, Pulsmessung, Kreislaufschwäche (Ursachen, Auswirkungen, Anpassung bzw. Vermeidung)

    •       Schweiß: Funktion und Notwendigkeit, Umgang mit Hygiene

Zur eigenen Wahrnehmung:

    •       Wo stehe ich? Was macht mir Spaß? Was kann ich leisten und was nicht? Was kann ich erreichen?

Zum Miteinander:

    •       Soziale Kompetenzen fördern, Fairness entwickeln, sich selber zurücknehmen oder seine Rechte einfordern, die Leistungen oder Schwächen anderer anerkennen und tolerieren, sich dem Team unterordnen

(Neue) Sportarten vorstellen

    •       Techniken und Taktiken vermitteln

    •       Trendsportarten kennenlernen

    •       Eine neue Sportart für sich entdecken

 

BEWERTUNG

Wie in jedem anderen Fach werden die Leistungen der Schülerinnen und Schüler auch im Sportunterricht bewertet.

Um vor allem leistungsschwächere Schüler zu motivieren, wird laut Fachkonferenzbeschluss die sonstige Mitarbeit höher eingeschätzt als die sportliche Leistung:

Leistung (40%)

    •       motorische Leistungen

    •       mentale Leistungen (z.B. Spielverständnis)

sonstige Mitarbeit (60%)

    •       Einsatz (Sportsachen nicht „vergessen“, Sonderaufgaben übernehmen, pünktlich sein, zuhören, Aufgaben zügig umsetzen, …)

    •       Anstrengungsbereitschaft

    •       Leistungssteigerung

    •       Fairplay in der Sportausübung

    •       Fairplay am Rande der Sportausübung (Auf- und Abbauen, Hilfestellung, Einbindung Schwächerer,

    •       Reihenfolgen einhalten, ...)

 

SONSTIGES

Bekleidung und Hygiene:

    •       Nach dem Sportunterricht sollen sich die Schülerinnen und Schüler in den Waschräumen waschen oder duschen und sich für den nachfolgenden Unterricht (zügig!) umziehen.

    •       Im Sportunterricht muss besondere, für den Sportunterricht mitgebrachte und angemessene Sportbekleidung (kurze oder lange Sporthose, T-Shirt, Sweater, 2 Paar Sportschuhe) getragen werden.

    •       In der Halle dürfen bei Sportspielen nur Hallenturnschuhe verwendet werden, die vorher nicht draußen getragen worden sind. Sportarten wie Gymnastik, Tanz oder Fitness üben die Schülerinnen und Schüler barfuß oder in Turnschläppchen aus. Strümpfe sind nicht oder nur in Ausnahmen erlaubt (Rutschgefahr). Ausnahmen sind z.B. Ballett, Akrobatik, Trampolin ohne Anlauf, Krafttraining und Dehnungsübungen)

    •       Badebekleidung ist entsprechend der bestehenden Fachschaftsbeschlüsse (bei langen Haaren Badekappen, für Jungen eng anliegende Schwimmhosen) vorgeschrieben.

    •       Lange Haare müssen zusammen gebunden werden.

    •       Schmuck darf während des Sportunterrichts nicht getragen werden.

Essen und Trinken:

    •       Kaugummikauen ist im Sportunterricht verboten, auch für die, die nicht aktiv teilnehmen.

    •       Die Schülerinnen und Schüler kümmern sich um eine ausreichende Getränkeversorgung während des Unterrichts. Das bedeutet, dass sie geschlossene Flaschen zu den Sportstätten mitnehmen (in den Hallen nur Wasser).

    •       Das Essen ist im Sportunterricht nur in Ausnahmen gestattet, z.B. Bananen während eines Dauerlaufs.

    •       Die Eltern sollen Sorge tragen, dass Schülerinnen und Schüler, die in den ersten Stunden Sport haben, zuvor gefrühstückt haben.

    •       Die Schülerinnen und Schüler werden von den Lehrern darauf hingewiesen, dass sie vor und nach einer (anstrengenden) Sportstunde nicht zu viel, vor allem nicht fettige Nahrungsmittel essen, da das zu Kreislaufproblemen führen kann. Wir bitten die Eltern hier um Unterstützung.

Teilnahme am Unterricht:

    •       Alle Schüler nehmen grundsätzlich am Sportunterricht teil.

    •       Falls eine Schülerin/ein Schüler nicht teilnehmen kann, muss sie/er ein ärztliches Attest vorzeigen. Im Falle einer längeren Nichtteilnahme muss dieses Attest von der Schulärztin bestätigt werden. Dazu muss das entsprechende Formblatt ausgefüllt, von der Schulärztin abgezeichnet und von der Schulleitung und der Sportlehrerin/dem Sportlehrer gegengezeichnet werden. Ob eine Schülerin oder ein Schüler mit einer Dauerentschuldigung zum Sport nicht zu erscheinen braucht, entscheidet die Sportlehrkraft in Absprache mit der Klassen- bzw. der Schulleitung, damit eine Aufsicht gewährleistet ist.

    •       Schülerinnen und Schüler, die die Schule besuchen, sind in der Regel auch in der Lage, am Sportunterricht teilzunehmen. Wenn in Ausnahmefällen Eltern um Befreiung vom Sportunterricht bitten, muss dies in schriftlicher Form mit Angabe des Datums des vollständigen Namen des Kindes, der Klasse und einer plausiblen Begründung erfolgen. Die Sportlehrkraft entscheidet ggf. nach Konsultation der Schulärztin über das Gesuch der Eltern. Die Sportsachen sind in jedem Fall mitzubringen.

    •       Schülerinnen und Schüler, die nicht aktiv am Sportunterricht teilnehmen, werden für Sonderaufgaben im Zusammenhang mit dem Unterricht herangezogen wie z.B.:

                ◦       Protokoll schreiben

                ◦       Beobachtungsaufgaben

                ◦       Schiedsrichteraufgaben

                ◦       Hilfestellungen

            •          Die Schülerinnen und Schüler müssen pünktlich zum Sportunterricht erscheinen. Sie haben nach dem ersten Pausenklingeln genügend Zeit, sich umzuziehen, um sich dann zu Beginn der Stunde an der jeweiligen Sportstätte einzufinden.