Das Sozialkomitee der Deutschen Evangelischen Oberschule Kairo und ihre Projekte in Kairo und Umgebung

Das Sozialkomitee arbeitet mit Heimen, Organisationen und Schulen in Kairo und Ägypten zusammen sowie mit dem Lise-Meitner-Gymnasium in Brandenburg

Mädchenheim Agouza

Seit vielen Jahren betreut das Sozialkomitee der DEO ein Mädchenheim in Agouza, in dem rund 100 Mädchen von der Straße, untergebracht sind. Dank großzügiger finanzieller Zuwendungen von ehemaligen Kollegen und Eltern, kann der Nachhilfeunterricht durch vier Lehrerinnen bezahlt werden, damit die Kinder ihre Jahresabschlüsse bestehen, denn die Beschulung im Heim ist nicht ausreichend.

2009 konnte durch das Sozialkomitee einen begrünter Sport- und Spielplatz gebaut werden, der ein bisschen Ablenkung bietet. Viele Renovierungsarbeiten wurden durchgeführt. Die regelmäßigen Ausflüge zu Klubs, Schifffahrten auf dem Nil oder der jährliche Badeurlaub am Roten Meer oder Einladungen zu Schulveranstaltungen werden außerdem finanziert und organisiert. Auch Mütter und Lehrer besuchen das Heim regelmäßig, um mit den Mädchen zu spielen und zu basteln.

Ausflug ans Rote Meer
Spiel und Spaß
gemeinsamer Ausflug

Lepradorf Abou Zabaal

Der Besuch des Lepradorfs Abou Zabaal - ca.80 km von Kairo entfernt - gehört zum festen Bestandteil der Sozialarbeit. Unter Mithilfe aller Schülerinnen und Schüler werden Päckchen mit Nahrung, Seife, Tee gepackt, die an einem Schulvormittag mit einer Klasse an die Bedürftigen verteilt werden.

Die etwa 650 Männer und Frauen in den Krankenstationen empfangen die DEO-Abordnung mit Freude und großer Herzlichkeit, denn Besucher sind dort selten. Das Erlebnis für die Schülerinnen und Schüler, mit wie wenig man anderen eine Freude bereiten kann, macht sehr nachdenklich und führt zu neuen guten Ideen, die Hilfe zu vertiefen.

Kindergarten
Geschenke verteilen
Bewohner im Dorf

Grundschule Abou Korkas/ El Minia Oberägypten

Diese Grundschule ist seit vielen Jahren Partnerschule und befindet sich 350 km weiter im Süden des Landes. Darum ist eine zweitägige Reise notwendig, um mit den 650 Schülerinnen und Schüler zu spielen, sich auszutauschen und notwendige Dinge auszuteilen. Dafür werden im Vorfeld Mäppchen mit Schreibmaterial gepackt und Kleider- und Geldsammlungen durchgeführt.

Der Weg zur Schule
Aufführung für die Gäste
fröhliche Begrüßung

Behinderten-Schule-El-Nageh, Gize

Vor fünf Jahren nahm die DEO Kontakt zur Behinderten-Schule auf, in der ca. 150 Kinder und junge  Menschen von sechs bis 21 Jahren beschult und handwerklich ausgebildet werden.

Untergebracht in einer alten Villa mit vielen kleinen Räumen ist die Lernsituation sehr beengt. Im Hinterhof gelang es, einen behindertengerechten Spielplatz zu installieren, so dass die Kinder in den Pausen Spielmöglichkeiten haben. Durch den Verkauf von dort hergestellten Teppichen, Holzbänkchen und andere Handarbeiten wird neues Material besorgt Die sechsten Klassen besuchen als Abschluss nach der Lektüre von Max von der Grün, Vorstadtkrokodile - dabei geht es um ein behindertes Kind - die Schule.

Nach anfänglichen Berührungsängsten spürt man schnell die Freude und Herzlichkeit über den Besuch: Es wird gemeinsam gesungen und getanzt. Zu Weihnachten werden Überraschungstaschen mit Schreibmaterial, Kappen, Handtüchern und Süßigkeiten verteilt. Zur Zeit werden dringend benötigte Schulbänke hergestellt, die durch eine Grußkartenaktion innerhalb der DEO finanziert werden.

Gemeinsamer Tanz
Taschen verteilen
alte Schulbank

Brotaktion in die Psychiatrische Klinik Abbassaya

Bereits eine Woche vor dem Besuch werden Handzettel verteilt, damit alle Schüler den gleichen Inhalt in die Päckchen legen. Am Tag vor der Aktion müssen die ca. 1500 Tüten von den Mitgliedern des Sozialkomitees kontrolliert, gezählt und verpackt werden.

Frühmorgens nach dem Fahnengruß werden die Säcke im Schulbus verstaut. Eine Sozialhelferin empfängt uns vor der Frauenstation der Klinik. Das ist ein weitläufiges Gelände mit vielen Häusern, in denen zwischen jeweils 50 bis 100 Frauen untergebracht sind. Unsere Tüten finden reißenden Absatz und machen diesen bedürftigen Menschen viel Freude.

Tüten packen
Einpacken

Syrische Flüchtlinge

Seit zwei Jahren kümmern sich die Schulgemeinschaft und das Sozialkomitee um ca. 300 syrische Flüchtlinge, die hier in Kairo gestrandet sind.

Mit Sachspenden, Hausrat, Kleidung, Vermittlung bei der Krankenversorgung versuchen wir die Not ein wenig zu lindern.

Dächer für Oberägypten

Unter diesem Motto stand in diesem Jahr unsere Advents- und Weihnachtaktion an der DEO. Beim Verkauf von Weihnachtskarten, mit dem Weihnachtskonzert, vielen Runden beim Klaus Heller Lauf sammelten wir eine Summe von 16.000 ägyptische Pfund. Zusammen mit privaten Spendern und den Kollekten in der Deutschen Evangelischen Gemeinde   erreichten wir eine Gesamtsumme von LE 40.000,-.

Dieses Geld konnten wir der Organisation Reselat Nour ala Nour überreichen, die dafür sorgt, dass feste Dächer für die arme Landbevölkerung im Sinai, Fayyoum und Oberägypten installiert werden, damit die Menschen vor Kälte und Regen geschützt leben können. Viele Mitglieder dieser Organisation sind ehemalige Schüler der DEO.

Mit welchen Aktionen werden diese Projekte finanziert?

  • Verkauf von Essen und Getränken bei Elternsprechtagen oder Pyramidenlauf
  • Im „Revolutionsjahr 2011“ verkauften wir mit großem Erfolg eine Revolutions-Rose (eine Rose aus Koralle mit Silberblatt und Stängel), designiert von einer Goldschmiedin. Alle Einnahmen von mehr als LE 15.000,- wurden an Ärzte und deren Mitarbeiter weiterleitet, die die verletzten Demonstranten in Kairo und Alexandria versorgten.
  • Sonderaktionen, wie Waffelverkauf, Nudelsuppenverkauf, Sozialwoche, Tombola
  • Verkauf von Handarbeiten des Mädchenheims in Agouza, El Nageh Schule
  • Verkauf von Leinentaschen, die in einer Behinderten-Werkstätte genäht werden
  • Weihnachtskarten Grußaktion innerhalb der Schule
  • Sponsoren beim Klaus-Heller-Lauf (Fünf-Stundenlauf der gesamten Schüler- und Lehrerschaft der DEO)
  • Spenden ehemaliger Lehrerkollegen
  • Spenden von Schülern, Eltern, Lehrkräften und privaten Unterstützern